Kosten

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Wann lohnt sich der KV?

 

Ab einer gewissen Distanz und einer gewissen Menge hat der Einsatz vonMassentransportmitteln wie Bahn und Binnenschiff deutliche ökonomische und ökologische Vorteile gegenüber dem Langstreckenstraßengüterverkehr. Ab diesem sogenannten „Break-even Point“ werden intermodale Transporte kostengünstiger als reine Lkw-Langstreckentransporte. Neben dem Kostenfaktor schont das Transportsystem Kombinierter Verkehr zudem die Umwelt und unterstützt das verladende Unternehmen bei seiner Umweltstrategie. Wann der „Break-even Point“ eintritt, darüber herrscht Uneinigkeit. Als Faustregel gilt: Ab Entfernungen von 500 Kilometern werden ökonomische und ökologische Vorteile gegenüber dem reinen Straßengüterverkehr deutlich. Jedoch gibt es in der Praxis zahlreiche Beispiele, bei denen wirtschaftliche KV-Verkehre bereits ab Distanzen von 300 Kilometer, insbesondere im Seehafen-Hinterlandverkehr, realisiert werden können. Daher muss fallbasiert über Lösungen im Kombinierten Verkehr entschieden werden.1

 

Beispiel

Hinterlandtransport eines 40-Fuß-Containers von Rotterdam nach Frankfurt/Main. Für die Berechnung der Transportkosten mit Binnenschiff, Schiene  oder Lkw  werden verschiedene Kostenpositionen bestimmt:

Auch wenn die Kostenstruktur beim Lkw zu einem sehr großen Teil aus den reinen Transportkosten besteht und bei den Verkehrsträgern Schiene und Binnenschiff die sonstigen Kosten teilweise erheblich größere Anteile haben, so ist die Gesamtersparnis auf der Beispielstrecke je 40-Fuß-Container bei den beiden Massentransportmitteln gegenüber der Straße deutlich zu erkennen.

Fazit: Die intermodale Transportkette hängt von vielen Faktoren ab, von denen Menge und Distanz nur zwei Parameter sind. Weitere Faktoren sind Anbindung, Häufigkeit sowie Sicherheit. Die Wirtschaftlichkeit muss immer wieder am Einzelfall geprüft werden.1


 

Welche Kosten fallen im KV an?

Beim Kombinierten Verkehr liegen die betriebswirtschaftlichen Vorteile darin, die jeweils günstigeren Verkehrsträger für Abschnitte innerhalb der intermodalen Transportkette zu wählen. Allerdings fallen insbesondere beim Wechsel der Transportträger, also beim Umschlag zusätzliche Mehrkosten an, die kompensiert werden müssen. Einige dieser Kosten lassen sich standardisiert zusammenfassen, geben jedoch nur einen Überblick darüber, an welchen Schnittstellen Gelder anfallen. Jede Transportkette beinhaltet individuelle finanzielle Berechnungen. Die Darstellung der Parameter kann als Grundlage von möglichen Bilanzierungen betrachtet werden.2

Kostenparameter

(Auf Smartphones in Seitenansicht wechseln)

Lkw

Kraftstoff, Infrastruktur, Steuern, Gebühren (Maut)

Terminal/ Hafen

Umschlag, Zoll, Zwischenlagerung, Sonderleistungen

Schiene/ Binnenschiff/ Short Sea

Kraftstoff/ Energie, Equipment (Waggon), Zuschläge (Gefahrgut, o.ä.), Traktion, Rangieren, Infrastruktur, Versicherung

Terminal/ Hafen

Umschlag, Zoll, Zwischenlagerung, Sonderleistungen

Lkw

Kraftstoff, Infrastruktur, Steuern, Gebühren (Maut)

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1 vgl. Vrenken et al. (2005): Intermodal Transport in Europe; Darstellung: SGKV
2 vgl. Posset et al. (2014), Intermodaler Verkehr Europa